Battle of ZAGG
Team bzi in Luzern im Einsatz.
28. Oktober 2026
Team Alpenbrise
Es gibt Momente, in denen ich meine Klasse beobachte und denke: Genau deshalb machen wir das. Am Battle of Zagg gab es einen solchen Moment, als die Lernenden mitten im anspruchsvollen Mittagsservice Ruhe bewahrten, einander halfen und ihre Gäste aufmerksam betreuten. Zu sehen, wie sie ihre gemeinsame Planung umsetzten und auch dann weiterwussten, wenn etwas anders lief als erwartet, hat mich sehr berührt.
Am 27. Oktober 2026 trat die Klasse REFA25a als Team «Alpenbrise» an der Messe Luzern zum Wettbewerb an. Die angehenden Restaurantfachfrauen und Restaurantfachmänner EFZ im zweiten Lehrjahr brachten mit ihrem Motto «Mir si d’Brise wo dür Bärg und See ziät» ein Stück Berner Oberland nach Luzern. Hinter ihrem Auftritt steckte viel Arbeit.
Unser Weg nach Luzern
Von der ersten Idee bis zur Durchführung war es das Projekt der Lernenden. Sie erstellten ein Video, gestalteten ihren Auftritt, entwickelten die Tischdekoration, verteilten Aufgaben und planten den gesamten Ablauf des Mittagsservices. Dafür mussten sie ihre Vorstellungen einbringen, einander zuhören und sich auf gemeinsame Lösungen einigen. Nicht alles klappte sofort. Manche Überlegung musste nochmals diskutiert, mancher Ablauf angepasst werden. Gerade diese Schritte waren wertvoll. Die Klasse blieb dran und übernahm Verantwortung für das, was sie sich vorgenommen hatte.
Zusätzlich zum Mittagsservice standen die Ergänzungskompetenzen Jung-Barista, Jung-Sommelier und Jung-Barkeeper auf dem Programm. Auch dafür wurde geübt. Die Lernenden entwickelten und erprobten Rezepte für die entsprechenden Aufgaben und reichten diese vorgängig bei der Jury ein. Es gab also einiges vorzubereiten, bevor wir nach Luzern reisen konnten.
Jetzt wurde aus der Planung Wirklichkeit
Nach der Ankunft ging es direkt an die Mise en Place. Alle hatten ihre Aufgaben, und die Vorbereitungen gingen zügig voran. Die Tische wurden exakt aufgedeckt und mit der selbst gestalteten Dekoration vervollständigt. Die zuvor geübten Serviceregeln wurden umgesetzt. Was besprochen und ausprobiert worden war, war nun für den Einsatz mit den Gästen vorbereitet.
Beim Mittagsservice betreute und bediente die Klasse zehn Tische mit je acht Personen. An den Tischen sassen unterschiedliche Gästegruppen mit ihren jeweiligen Wünschen und Bedürfnissen.
Dazu kam eine anspruchsvolle Ausgangslage: Gleichzeitig traten zwei Küchenteams gegeneinander an, die ebenfalls am Battle of Zagg teilnahmen. An jedem Tisch wurden beide Menüs serviert, jeweils den dafür zugewiesenen Gästen. Weil die Küchenteams unterschiedlich weit in der Zubereitung waren, standen die Gerichte nicht immer gleichzeitig bereit.
Nun brauchte es Flexibilität. Die Lernenden mussten sich mit der Küche und untereinander verständigen, die Menüzuordnung im Blick behalten und auf Wartezeiten reagieren. Sie konnten sich dabei aufeinander verlassen. Wenn Unterstützung nötig war, halfen sie mit und blieben trotz des Drucks aufmerksam gegenüber den Gästen.
Das zu beobachten, machte mich stolz. Die Klasse zeigte in dieser ungewohnten Situation, was sie fachlich konnte und wie gut sie gemeinsam eine Herausforderung meisterte. Neben dem Service stellte sie sich auch den Wettbewerbsaufgaben in den drei Ergänzungskompetenzen.
Ein Ergebnis, das Freude macht
Besonders viel bedeutet mir die Rückmeldung der Gäste: Alpenbrise erreichte in der Gästebewertung von allen Teams die meisten Punkte. Die Herzlichkeit der Lernenden und ihr Einsatz waren bei den Gästen am Tisch angekommen.
Am nächsten Tag, dem 28. Oktober 2026, reiste eine kleine Delegation erneut nach Luzern zur Siegerehrung. Die Freude war riesig: zweiter Platz für Alpenbrise! Nur 1,7 Punkte fehlten zum Sieg. Dazu kam der Gewinn des Social Media Preises. Danke an alle, die unser Video mit einem Like unterstützt und weiterverbreitet haben.
Was bleibt
Die Platzierung ist eine wunderbare Belohnung. Was die Lernenden aus diesem Projekt mitnehmen, reicht aber weiter. Viele haben ihre Komfortzone verlassen und sich Aufgaben gestellt, die ihnen zunächst Respekt einflössten. Sie haben erlebt, dass sie mit Unsicherheit umgehen und auch unter Druck handlungsfähig bleiben können. Diese Erfahrung dürfen sie in die nächste Herausforderung und später in ihre Abschlussprüfung mitnehmen.
Liebe REFA25a, ich bin sehr stolz auf eure Leistung und euer Durchhaltevermögen. Ihr habt so viel in dieses Projekt eingebracht und füreinander Verantwortung übernommen. Jede und jeder von euch hat zum gemeinsamen Erfolg beigetragen. Ich hoffe, ihr erinnert euch auch dann an diesen Tag, wenn ihr einmal an euch zweifelt: Ihr habt euch viel zugetraut und es gemeinsam geschafft.
Das Team Alpenbrise
Maurizio Agostinetto, Jael Allenbach, Chiara Beduhn, Pia Fahrni, Vanessa Gambron, Elise Givoque, Fabiana Grossmann, Karyna Kozachenko, Amelle Mauerhofer, Melanie Pfäffli, Valerie Pinoli, Muriel Reber, Mona-Li Sebel, Alina Siegfried, Andreas Stettler, Bilen Tekle, Fabienne Widmer, Jana Wissen, Noah Wolf und Emely Zwahlen.
Sabrina Steiner, Berufsverantwortliche REFA/REAN